Trotz Gegenwind steht das EPD kurz vor Einführung

Die Einführung des EPDs bringt einen grossen Nutzen für Gesundheitseinrichtungen. Doch wer das Auf und Ab bei der EPD Einführung mitbekommen hat, wird dem wahrscheinlich widersprechen. Mit welchen Massnahmen Sie dennoch eine erfolgreiche EPD Einführung erreichen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wie allen bekannt, war der Go-Live Termin des EPD am 15. April 2020 geplant. Diverse Mehraufwände im Zusammenhang mit der Zertifizierung haben jedoch dazu geführt, dass der Champagner noch einmal zurück in den Kühlschrank gestellt und die Einführung verschoben wurde. Doch nun sind einige Anzeichen vorhanden, dass die ersten EPD Stammgemeinschaften per Anfang 2021 bereit sind. Somit könnte es erneut einen hektischen Herbst geben.

  • Was müssen wir jetzt schon wieder machen?
  • Welche GFPs/HIPs müssen wir melden?
  • Welche Dokumente müssen wir dem Patienten ins EPD stellen?
  • Wer eröffnet schon wieder Dossiers?
  • Was ist ein Primär- oder ein Sekundärsystem?
  • Für was genau benötigen wir die GLN Nummer?

… sind einige der Fragen, die in den letzten Jahren mehrfach gestellt wurden. Nun müssen sie final beantwortet werden, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Unabhängig des EPDs sind die in der Gesundheitseinrichtung erstellten Berichte die Visitenkarte der Leistungserbringenden. Mit dem Einsatz des EPDs nehmen nun auch die Patienten diese Visitenkarte wahr. Dies kann und darf zukünftig ein Markenzeichen von Gesundheitseinrichtungen sein. Damit dieses Markenzeichen von den Patienten registriert und zu einem positiven Patientenerlebnis wird, empfehlen wir Ihnen, die Zeit bis zur finalen EPD Einführung zu nutzen.

Folgende Aufgaben sollten Sie jetzt angehen:

  1. Starten Sie eine interne Informationskampagne zum EPD, um das Allgemeinwissen zu diesem Thema zu stärken.
  2. Etablieren Sie die Schulungsunterlagen der EPD Stammgemeinschaften bei den bestimmten EPD Gesundheitsfachpersonen (GFP) und Hilfspersonen (HIP).
  3. Bestimmen Sie den Prozess zur Identifikation, wer ein EPD hat und wie es bei einer (Notfall-)Behandlung genutzt wird.
  4. Bestimmen Sie die Besetzung der von den Stammgemeinschaft benötigten Rollen wie dem EPD Koordinator oder dem Datenschutzverantwortlichen.
  5. Bestimmen Sie die aus der Sicht Ihres Unternehmens behandlungsrelevanten Dokumente.
  6. Bestimmen Sie den Ablauf der Berichtserstellung im Kontext des EPD, um unangenehme Überraschungen und Telefonanrufe wegen fehlenden Berichten im EPD zu umgehen.
  7. Treffen Sie die nötige Vorbereitung der technischen Infrastruktur; sei es für die Nutzung der EPD Funktionen via Online Zugang (Portal) oder mittels Schnittstellen.Mit der entsprechenden Weitsicht kann gleichzeitig zur Erfüllung eines Gesetzes auch ein Nutzen für die Gesundheitseinrichtung generiert und der Einführung des EPD entspannt entgegengesehen werden.

Dieser Beitrag wurde von Christoph Knöpfel erstellt.

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